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Agenda: organisationspolitische Leitlinien, um Europa bewegen zu können

Prélude

Die vorliegende Agenda dient allen JEFer*innen in Niedersachsen als Grundlage für die politische Arbeit. Der Fokus hinsichtlich unseres inhaltlichen Profils wird dabei verstärkt auf unsere auf Landes- und Bundesebene bereits bestehenden Beschlüsse gelegt. Darüber hinaus wollen wir zukünftig unseren Schwerpunkt auch auf zu fassende Beschlüsse legen. Ein zentraler Bestandteil ist jedoch bereits heute gegeben: Die neue Agenda drückt unser grundsätzliches Politikverständnis als JEF Niedersachsen aus und gibt neuen sowie langjährigen JEFer*innen einen Ausblick auf das kommende Jahr.

Besonders hervorheben möchten wir, dass die Erstellung der Agenda grundsätzlich allen JEFer*innen ermöglicht wurde. Die hier verabschiedeten Passagen dienen dem neuen Vorstand der JEF in Niedersachsen als Arbeitsgrundlage und Arbeitsauftrag, definieren sein Aufgabenspektrum und gewährleisten somit eine kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit.

Dennoch sind alle definierten Aufgaben nicht ausschließlich durch den gewählten Vorstand zu bearbeiten. Ein erfolgreicher Verband in der Fläche lebt davon, dass sich alle aktiven Mitglieder einbringen und Engagement zeigen. Der Vorstand ist zwar ein leitendes Gremium bei den JEF, setzt diesen Führungsanspruch aber hauptsächlich als koordinierendes Gremium ein. Er soll demnach dafür Sorge tragen, dass gemeinsam mit allen aktiven JEFer*innen die einzelnen Punkte der Agenda bearbeitet und in die Praxis umgesetzt werden. Grundsätzlich ist ein Mitmachen, Mitwirken und Mitentscheiden aller JEFer*innen zu ermöglichen und zu fördern. Im Gegenzug sind alle aktiven JEFer*innen dazu eingeladen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu beteiligen – sei es durch neue Ideen oder durch die Mithilfe bei politischen Aktionen. Die Mitarbeit bei den JEF als politischer Verband ist dabei stets attraktiv für junge Menschen zu gestalten.

1. Selbstverständnis – Wir als Junge Europäische Föderalist*innen

Die Jungen Europäischen Föderalist*innen (JEF) sind ein europaweiter Jugendverband, den es seit 1949 gibt. Wir setzen uns für das Zusammenwachsen Europas unter den Vorzeichen von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit ein. Wir wollen Weltoffenheit und Bürger*innennähe auf allen Ebenen – Dinge, die in der Europäischen Union leider nicht immer gegeben sind. Die Entwicklung der Europäischen Union verfolgen wir daher mit kritischer Sympathie. Wir gehören zu denen, die sich für die Verabschiedung einer wirklichen Europäischen Verfassung zum schnellstmöglichen Zeitpunkt stark machen, da nur so das Europa von morgen demokratisch und durchschaubar sein wird. Grundlage unserer politischen Arbeit ist das Hertensteiner Programm der europäischen Föderalisten aus dem Jahr 1946, das heute noch genauso aktuell wie damals ist.

Doch was bedeutet es eigentlich, Mitglied eines pro-europäischen und nach Föderalismus strebenden Vereins wie den JEF zu sein? Welche Grundwerte zeichnen unseren Verein aus?

a. Jung

Unser Hauptanliegen ist, Europa für Jugendliche erfahrbar zu machen. Die Begegnung mit jungen Menschen aus anderen europäischen Ländern hat das Selbstverständnis jedes/jeder* JEFer*in verändert und nicht wenige von uns gehen zum Studieren oder Arbeiten in andere EU-Mitgliedstaaten. Aus Erfahrung wissen wir, dass „diese jungen Leute“ nicht immer ernst genommen werden. Daher möchten wir uns als Verband in erster Linie für junge Menschen einsetzen, um ihnen eine Stimme zu verleihen. Konkret bedeutet das, dass wir uns für eine Absenkung des Wahlalters stark machen, weitere Partizipationsmöglichkeiten für junges Engagement schaffen möchten und durch gezielte Jugendarbeit die Selbstorganisation junger Menschen fördern wollen. Wir werden uns zu einem Jugendverband weiterentwickeln, der sich für Jugendliche aktiv einsetzt und in dem sich junge Menschen wohlfühlen, so dass wir auch Schüler*innen durch eigene Jugendgruppen ein politisches zu Hause bei den JEF bieten können.

b. Europapolitisch

Wir erkennen, dass die JEF eine parteipolitisch unabhängige Organisation ist, deren grundlegender und verbindender Wert die proeuropäische Einstellung ist. Jedoch möchten wir auch nachdrücklich erwähnen, dass die JEF keine apolitische Organisation ist und sein kann. Mit dem politischen Programm der JEF-Deutschland und des europaweiten Vereins wurde ein Versuch unternommen, die politischen Positionen und Forderungen der JEF auszudrücken und niederzuschreiben. Ein großes Anliegen der JEF Niedersachen ist eine intensive Auseinandersetzung mit ebendiesen politischen Positionen. Wir dürfen als JEF Niedersachsen aber trotzdem nicht davor zurückschrecken, ein eigenes inhaltliches Profil zu entwickeln und nach außen zu vertreten. Erst mit einer inhaltlichen Profilschärfung schaffen wir es, an Sichtbarkeit zu gewinnen und diese Profilschärfe in Verbindung mit unserer Überparteilichkeit als Stärke auszuspielen. Gerade unsere Überparteilichkeit dient dann dazu, die JEF als Zentrum proeuropäischer Kräfte zu etablieren. In dieser Situation wird es dann unsere Aufgabe sein, eine konkrete Europa-Vision zu definieren und über unsere Multiplikator*innen verbreiten zu lassen. Wir wollen nicht weiter das Spiel am Seitenrand kommentieren und als nüchterne Europa- Expert*innen gelten, sondern aktiv am Geschehen teilnehmen, eigene Akzente setzen sowie andere für unsere Ansichten mitreißen und begeistern!

c. Föderalistisch

In einer global vernetzten Welt können wirtschaftliche, soziale sowie klimatische Disparitäten nicht national bekämpft werden. Wir sind davon überzeugt, ein Problem auf der Ebene angehen zu müssen, auf der es am besten gelöst werden kann. Daher tragen wir den Föderalismus nicht ohne Grund im Namen. Nur leider wurden wir in der Vergangenheit viel zu selten für diesen Teil unseres Selbstverständnisses wahrgenommen. In diesem Sinne möchten wir uns intensiv darum bemühen, ein Föderalismus-Konzept, das dieses Politikverständnis einfach aufbereitet, zu erarbeiten und nach außen zu vertreten. Dies kann unserer Ansicht nach nur durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem gesamten Verband erfolgen. Diesen Prozess möchten wir dabei nicht eng vorgeben, sondern bewusst offen gestalten, da wir beim Begriff Föderalismus Dynamiken erkennen, die sich nicht eng eingrenzen lassen. Wir wollen also ohne eine konkrete Ergebniserwartung in den offenen und niedrigschwelligen Austausch mit unseren Mitgliedern in Niedersachsen treten. Im Anschluss wollen wir den Föderalismus als feste und eigene Verbandssäule der JEF Niedersachsen etablieren, um darüber ein partielles Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, damit Menschen aus diesem Grund bei uns aktiv werden wollen!

Diese drei Verbandssäulen unseres neuen Selbstverständnisses werden wir aber nur etablieren können, wenn wir sie mit dem gesamten Verband leben. Wir werden sie also bei unserer Bildungsarbeit sowie Treffen einfließen lassen und die gesamte Breite unserer Organisation damit konfrontieren. Eine innerverbandliche Auseinandersetzung dessen ist jedoch nur die halbe Miete, so dass wir auch und insbesondere nach außen diese Verbandssäulen leben wollen. Erst durch beiderseitiges Umsetzen können wir die JEF Niedersachsen auf ein breiteres Fundament stellen und unser Verbandspotential voll ausspielen.

2. Woher wir kommen, wohin wir gehen

Im Jahr der Europawahl stehen wir als Junge Europäische Föderalist*innen wieder vor großen Herausforderungen. Gerade in dieser entscheidenen Zeit – unmittelbar vor den Wahlen – offenbart sich, dass die EU in keinem guten Zustand ist. Anders als sonst wächst jedoch die Anzahl an Menschen, die große Hoffnungen in die Europäische Union setzen. Das ist eine Entwicklung, die wir als JEF nicht nur wahrnehmen, sondern auch positiv für uns nutzen wollen. Wir müssen auf diese Menschen zugehen und aus ihren Hoffnungen konkretes politisches Handeln ableiten, um die EU zu rehabilitieren und unsere Vision eines Europa von Morgen zu popularisieren!

Wir müssen erleben, dass die Krisen, die die EU zutiefst erschüttert haben, bei Weitem nicht gelöst worden sind und Nachwirkungen dieser weiterhin anhalten. Trotz der Erfahrungen der letzten Jahre ist nach wie vor festzustellen, dass die Eurozone nicht dauerhaft stabilisiert, eine gemeinsame Flüchtlings- und Migrationspolitik in weiter Ferne liegt und die soziale Spaltung in der EU weiter zunimmt. Hinzu kommt mit dem unmittelbar bevorstehenden Brexit ein Fall, der vor einigen Jahren als noch undenkbar galt. Niemand hielt es für möglich, dass ein Mitgliedstaat die EU wieder verlassen würde. Und dennoch wird die EU von den Menschen in den einzelnen Mitgliedstaaten so positiv wie nie bewertet und es tun sich zahlreiche pro-europäische Bewegungen hervor. Ein Umstand der uns überrascht und positiv für die kommenden Wochen stimmt.

Diese Menschen werden dabei von dem Wunsch angetrieben, in der Europäischen Union mitgestalten zu wollen. Gerade bei der europäischen Urheberrechtsreform hatte man das Gefühl, es würde sich eine europäische Öffentlichkeit hervortun. Insbesondere junge Menschen haben sich zum ersten Mal mit dem Trilogverfahren, dem Stimmverhalten ihrer Abgeordneten und parlamentarischen Gepflogenheiten zur Gesetzgebung auseinandergesetzt, haben Demos mit mehreren zehntausend Menschen organisiert und haben mit fünf Millionen Unterschriften eine der größten Petitionen Europas realisiert. Wir sind uns sicher, dass gerade dieser Protest dafür gesorgt hat, dass die Urheberrechtsreform nur denkbar knapp durch das Parlament verabschiedet werden konnte. Wir sollten all diesen jungen Menschen weiterhin Mut machen, dass es eben einen Unterschied macht, wenn man sich bewusst mit Europapolitik auseinandersetzt und öffentlich seine Meinung artikuliert!

Aber auch die von Fridays von Future jeden Freitag organisierten Klimastreiks beweisen, dass wir in uns in einer Zeit zunehmender Politisierung der Jugend befinden und es ihnen nicht egal ist was passiert und entschieden wird. Seit mehreren Monaten gehen sie auf die Straße, um für eine bessere Klimapolitik zu streiken, weil sie keine Lust darauf haben, die Folgen der Klimakatastrophe ausbüßen zu müssen. Dabei haben sie verstanden, dass dieses Problem nicht vor der eigenen Haustür allein gelöst werden kann, sodass sie sich als transeuropäische Bewegung verstehen und organisieren. Uns als JEF sollte das zuversichtlich für die Zukunft stimmen, da diese sich politisierende Jugend mit unserem Politikverständnis übereinstimmt. Sie wissen, dass nationale Eigenheiten keinen Mehrwert für europäische bzw. globale Probleme liefern und diese nur gemeinsam gelöst werden können. In diesem Sinne sollten wir noch mutiger sein, um für unser Föderalismus-Konzept zu werben und andere dafür zu begeistern!

Anders als 2014 sind wir als Verband von zahlreichen pro-europäischen Bewegungen und Organisationen umgeben. Und anders als bei der letzten Europawahl geht es sehr viel weniger um den Antagonismus ‚mehr‘ oder ‚weniger‘ Europa. Es geht vielmehr um die Frage, wie wir die Europäische Union auf der heutigen Grundlage sinnvoll weiterentwickeln können. Als JEF haben wir diese Situation als Chance begriffen und mit unserer Kampagne #EuropaMachen versucht, konkrete inhaltliche Angebote zu dieser Frage beizusteuern. Für uns gibt es nichts schöneres als einen Wettbewerb um die besten Ideen für die Zukunft Europas, weil wir uns dadurch gleichzeitig von Abwehrdiskussionen zugunsten der Europäischen Union befreien. Nichtsdestotrotz ist die europäische Idee weiterhin von der sogenannten „Neuen Rechten“ bedroht. Dabei weigert sich diese, dass die Nationalstaaten Kompetenzen an eine supranationale Struktur abgeben und versteht Brüssel als ein vermeintliches Eliten-Kartell. Dabei macht sie es sich besonders leicht und liefert unterkomplexe Antworten zu den europäischen Problemen: Ohne Euro keine Eurokrise, ohne Schengen keine Flüchtlingskrise und ohne Europäisches Parlament kein Demokratiedefizit in der EU. Wir müssen es uns zur Aufgabe machen, die Menschen ordentlich hierüber aufzuklären, sodass nicht noch mehr dieser billigen Masche auf den Leim gehen!

Die Wahl zum Europäischen Parlament ist für uns daher von zentraler Bedeutung, weil sie die einzige direkt gewählte europäische Institution ist und die Zivilgesellschaft hierbei die größte Chance hat, die europäische Demokratie entscheidend mitzugestalten. Während 2014 weniger als die Hälfte der wahlberechtigten Bürger*innen zur Europawahl gingen, soll sich dies 2019 ändern. Wir sehen es deshalb als eine Verpflichtung, die Bürger*innen über die EU zu informieren, aktiv zu mobilisieren und zur Wahl aufzurufen, sodass die demokratischen und proeuropäischen Parteien wieder die stärkste Kraft im Parlament stellen. Dieses Vorhaben bildet daher unseren vornehmlichen Arbeitsschwerpunkt bis zum Wahltag am 26. Mai!

Doch unsere Arbeit endet nicht am Wahltag um 18 Uhr. Auch nach der Wahl wird es unsere Aufgabe sein, mit unseren inhaltlichen Forderungen weiterhin sichtbar zu bleiben und die europapolitische Arbeit kritisch zu begleiten. Das ist auch der Grund dafür, warum wir uns von anderen pro-europäischen Kampagnen und Bewegungen abheben, deren Arbeit nur auf die Wahl gerichtet ist. Wir müssen es uns zur Aufgabe machen, all den Menschen, die in diesen Kampagnen und Bewegungen aktiv sind, nach der Europawahl ein politisches zu Hause zu bieten. Nur mit überzeugten Europäer*innen und zahlreichen Aktiven werden wir unsere Ziele und Vorhaben verwirklichen können. Daher werden wir uns als JEF Niedersachsen verstärkt darum bemühen, unseren Verband attraktiv, offen und partizipativ auszugestalten. Wir erhoffen uns zudem, dass sich für uns als JEF im Zuge der Politisierung der Jugend neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergeben und wir junge Mitglieder gewinnen, die besondere Impulse setzen.

3. Projekte des kommenden Amtsjahres

Um unsere in Punkt 2 geschilderten Ziele bestmöglich zu erreichen, möchten wir uns im kommenden Amtsjahr verschiedenen Projekten widmen, welche im Folgenden aufgeführt werden.

#EuropaMachen bis zum 26. Mai zum Erfolg führen
Mit Blick auf den Zustand der Rechtsstaatlichkeit und der Grundrechte in vielen europäischen Ländern und dem Erstarken der Nationalisten in den Parlamenten in ganz Europa kann man zurecht von einer Schicksalswahl sprechen. Gerade aus diesem Grund sollten wir es uns zur Aufgabe machen diesem Trend unsere Ziele und Ideale entgegenzusetzen. In den vergangenen Wochen hat sich unsere Generation in besonderem Maße für ihre politischen Interessen eingesetzt und auf zahlreichen Demonstrationen ihren Willen auf die Straße gebracht. Wir möchten diese Energie nutzen um möglichst viele Menschen für die Bedeutung der kommenden Europawahl zu sensibilisieren, daran teilzunehmen und auch danach am Prozess der politschen Willensbildung teilzuhaben.

Wiederbelebung und Stärkung kurz- und langzeitlich inaktiver Kreisverbände
Die steigenden Mitgliederzahlen sowie die zunehmende öffentliche Präsenz der JEF Niedersachsen können wir durchaus als Erfolg verzeichnen, auf dem wir uns jedoch nicht ausruhen dürfen. Von den Erfolgen sollen nicht nur einzelne Kreisverbände profitieren, in denen schon länger feste Strukturen bestehen, sondern vor allem auch kleinere oder weitestgehend inaktive Kreisverbände gefördert werden, um Bürger*innen in ganz Niedersachsen zu erreichen und jungen europainteressierten Menschen die Möglichkeit zu geben, sich zu engagieren. Hierfür ist es erforderlich, dass Projekte und Veranstaltungen wie Konferenzen oder Landesmitgliederversammlungen in die strukturschwachen Kreisverbände mit Unterstützung des Landesvorstandes geholt werden. Des Weiteren sollen Besuche von Stammtischen aus naheliegenden Verbänden erfolgen und Hilfestellung bei weiteren strukturellen und organisatorischen Herausforderungen gewährleistet werden.

Austausch mit anderen JEF-Sektionen wagen
Um die Vernetzung mit verschiedenen JEF Sektionen aus anderen europäischen Ländern aufzubauen oder zu stärken, soll ein JEF Austausch geplant werden. Der Landesvorstand möchte bei der Planung unterstützen und darüber hinaus Kontakte zu anderen Städten und Landesverbänden, wo es bereits Partnerschaften oder einen Austausch gibt, vermitteln. Außerdem soll in diesem Rahmen auch die Vernetzung in den Grenzregionen in Niedersachsen aufgebaut werden. Dies möchten wir durch das Organisieren von Ausflügen in entsprechende europäische Städte, in denen die JEF vertreten ist, sowie einer European Border Party, erreichen.

Jugendpartizipation fördern
Wir möchten im kommenden Amtsjahr unseren Mitgliedern und den jungen Menschen in Niedersachsen im Rahmen unserer Veranstaltungen und Projekte verstärkt ihre Möglichkeiten der Partizipation und Beteiligung als EU Bürger*innen aufzeigen. Damit möchten wir erreichen, dass sich junge Menschen selbstbewusster in die europäische Politik einbringen und die Interessen Jugendliche und junge Erwachsene in Zukunft stärker in den Mittelpunkt der EU-Politik rücken. Gleichzeitig möchten wir dadurch das öffentliche Interesse an europäischer Politik fördern und zu einer lebendigen Demokratie beitragen. Mit unserer Verbandsarbeit möchten wir direkte und indirekte Einflussnahme auf politische Entscheidungen aller Ebenen durch junge Menschen fördern und ihnen deshalb immer wieder neue Wege und Möglichkeiten der Partizipation aufzeigen, die über die Teilnahme an den Europawahlen hinausgehen. Egal wie die Europawahl am 26. Mai 2019 ausgehen wird, möchten wir als JEF Niedersachsen auch danach allen jungen Menschen, die sich europapolitisch engagieren und beteiligen wollen, einen Raum für ihre Ideen geben. Hierzu sehen wir die über 40 bestehenden Jugendparlamente in Niedersachsen als einen guten Ansatzpunkt an. Wir möchten darauf hinwirken, dass junge Menschen flächendeckend ihre Interessen über diverse Wege vertreten und mitgestalten können. Dies soll vor allem auf kommunaler Ebene geschehen.

Sommercamp als Verbandswochenende ermöglichen
Die JEF hat sich zum Ziel gesetzt, verstärkt auch im Bereich der Jugendarbeit aktiv zu werden. Daher erachten wir es als sinnvoll, uns auch an Programmgestaltungen auf Sommercamps anderer Parteijugenden und Organisationen (z.B. Jugendmediencamp der Jugendpresse Niedersachsen) zu beteiligen, um dort beispielsweise Workshops anzubieten und junge Menschen auf die Forderungen und die Arbeit der JEF aufmerksam zu machen. Gerne unterstützen wir auch den JEF Bundesverband bei etwaigen Planungen eines eigenen Sommercamps.

Europeans for Future Block auf den Fridays for Future Demos bilden!
Wir möchten unsere Mitglieder dazu ermutigen, an „Fridays for Future“–Demonstrationen in den verschiedenen Städten Niedersachsens teilzunehmen. Wir begrüßen die durch FFF gesteigerte politische Partizipationsbereitschaft und möchten in den von FFF organisierten Demonstrationszügen gerne regelmäßig als gemeinsamer „Europeans for Future“-Block auftreten, um einerseits auf die Europawahl und andererseits auch auf uns als proeuropäischen Jugendverband aufmerksam machen. Klimaschutz ist für uns selbstverständlich und eins der wichtigsten politischen Ziele unserer Zeit. Wir als JEF möchten uns verstärkt gegen die finanzielle Förderung der Gewinnung von Erdöl, Erdgas und Braunkohle einsetzen und fordern von der EU, ihre Energienetze zeitnah und flächendeckend auf erneuerbare Energien umzubauen, um die Klimaziele von Paris einhalten zu können. Gleichzeitig müssen größtmögliche Anstrengungen unternommen werden, unseren Abfall zu reduzieren und Plastikmüll einzudämmen bzw. zu recyceln. Europa sollte wieder eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einnehmen. Der ökologische Fußabdruck der EU muss drastisch reduziert werden, damit unser Erdüberlastungstag wieder näher an das Jahresende rückt.

Mehr bundesweite oder internationale Projekte und Veranstaltungen nach Niedersachsen holen
Die Bundes- und Europaebene der JEF ist auf die aktive Unterstützung durch die Landesund Kreisebenen angewiesen. Dies bezieht sich sowohl auf die Gestaltung und Planung von internationalen bzw. bundesweiten Seminarveranstaltungen als auch auf Vernetzungstreffen. Wir möchten dies in unseren Planungen berücksichtigen und versuchen, eine oder mehrere Veranstaltungen der JEF Europe und des JEF Bundesverbandes in Niedersachsen auszutragen.

Sommer 2020: EYE Reisegruppe organisieren
Das European Youth Event in Strasbourg stellt für viele unserer Mitglieder alle zwei Jahre ein Highlight dar. 2020 wollen wir uns wieder gemeinsam auf die Reise begeben und dabei die Fahrt sowie die Unterkunft so kostengünstig und komfortabel wie möglich organisieren, um möglichst viele Mitglieder wieder zur Mitreise zu motivieren. Außerdem möchten wir vor Ort in Zusammenarbeit mit der LAG Europe@School einen spannenden und gut durchdachten Workshop anleiten.

Diversität im Verband fördern
Ein wichtiges Projekt für das kommende Jahr ist es, die Vielfalt in der Gesellschaft auch innerhalb der JEF besser abzubilden. Im Moment ist der Anteil an Frauen*, PoCs und Menschen ohne akademischen Hintergrund in der JEF sehr gering.

Die JEF Niedersachsen erheben als junge, politische Organisation den Anspruch, die Vielfalt der Gesellschaft darzustellen, um u.a. eine bessere Sensibilität für Themen wie Sexismus und Rassismus zu schaffen.

Methoden zur besseren Einbindung und Vernetzung von Frauen* und PoCs können im Rahmen von Diversity-Foren entwickelt werden, wo eben solche Strategien offen diskutiert und besprochen werden können. Probleme in der Struktur und Hierarchie von politischen Organisationen, insbesondere in der JEF selbst, können hierbei intensiv erörtert werden. Im besten Fall kann auch so die sogenannte „Gläserne Decke“ zu den Vorständen aufgebrochen werden.

Um Menschen außerhalb des universitären Kontext zu erreichen, werden wir im Herbst die DGB Jugend bei ihrer Berufsschultour begleiten! Aber auch die Teilnahme an Veranstaltungen von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen ist eine gute Gelegenheit, um den eigenen Verband zu diversifizieren. Denkbar wären auch Veranstaltungen die sich speziell an Schüler*innen – wie z.B. Fridays for Future – richten. Außerdem wollen wir im Rahmen unserer Bündnisarbeit auch Interessenvertreter*innen von Schüler*innen und Auszubildenden, wie den Landesschüler* innenrat, miteinbeziehen. Wichtig ist auch, dass unsere eigenen Veranstaltungen und unsere Arbeit barrierefrei sind. Wir wollen fundiert und differenziert über Europa sprechen, dabei aber trotzdem klar und allgemeinverständlich bleiben.

Verbandsfahrt in die Toskana
Aufgrund der verspäteten Regierungsbildung auf Bundesebene konnten die Fördermittel für unsere Toskana-Fahrt im vergangenen Jahr nicht rechtzeitig bewilligt werden. Wir wollen dieses Vorhaben nun aber nachholen. Daher wollen wir gemeinsam mit den JEF-Verbänden aus Pisa, Florenz, Veneto und Rom der Frage nachgehen, welche Bedeutung die historische Kleinstaaterei auf die heutige europäische Identitätspolitik hat. Ferner werden wir herausarbeiten, welche Gründe der steigende Nationalismus, Regionalismus und die einhergehenden Autonomiebestrebungen bestimmter Gebiete in Italien haben. Verschiedene Themen wie der Föderalismusbegriff, Europäische Identität und Sezessionsbewegungen werden in Zusammenarbeit mit den lokalen JEF-Verbänden in Form von Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden bearbeitet, die anschließend auch den anderen JEFer*innen z.B. online zur Verfügung gestellt werden.

Mit der Fahrt möchten sich die norddeutschen JEF-Verbände und die JEB Berlin-Brandenburg mit den JEF in Pisa und Florenz vernetzen und eine Zusammenarbeit für die Zukunft herstellen. Unser Ziel ist es, für das Jahr 2020 unsere italienische Schwesternorganisation zu uns einzuladen, um den Austausch zu fördern und die Jugendbegegnung langfristig als Ausgangspunkt für ein Twinning-Projekt zu nutzen.

Lifestyle voranstellen
JEF-Mitglied sein ist ein Ehrenamt und ein Hobby, deswegen soll bei uns der Spaß auch nicht hintenanstehen. Auch wenn es manchmal notwendig ist für die richtige Sache zu streiten, sind wir doch auch ein einigermaßen cooler Verband, dessen Motto nicht ohne Grund „Simply a Generation ahead“ ist. Auch im kommenden Jahr wollen wir neue Veranstaltungsformate ausprobieren und den Lifestyle nicht vergessen.

4. Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der JEF Niedersachsen stellt die politische Repräsentation des gesamten Verbandes dar und ist gleichzeitig der organisatorische Kopf. Unter diesem Aspekt ist es uns ein gewichtiges Anliegen, dass die Agenda aufzeichnet, in welcher Art und Weise der künftige Vorstand zusammen arbeiten möchte. Dies ist zudem eine gute Gelegenheit, um als Vorstand für uns selbst grundlegende Verbindlichkeiten zu schaffen, auf die sich alle Vorstandsmitglieder gemeinsam verständigen können. Hierbei wollen wir also die künftige Zusammenarbeit grob beschreiben und darstellen.

Eine zielorientierte und kollegiale Zusammenarbeit ist die Basis eines erfolgreichen Landesvorstandes. Es ist wichtig, dass Probleme offen und schon zu ihrem Beginn in fairer Weise thematisiert und ausgeräumt werden. Eine gute Arbeitsatmosphäre ist uns daher sehr wichtig.

Es soll eine möglichst effektive Arbeitsteilung erfolgen, bei der jede* und jeder im Rahmen ihrer*/ seiner Möglichkeiten mitarbeitet. Die Arbeit soll hierbei gleichmäßig auf alle Schultern verteilt werden. In diesem Zusammenhang soll auch eine inhaltlich-organisatorische Aufteilung unter den Landesvorstandsmitgliedern nach Interessens- und Kenntnisgesichtspunkten erfolgen. Ganz nach dem Motto: Jede*r tut das, was er oder sie* am besten kann! Jedoch muss uns allen auch klar sein, dass die Arbeit bei der JEF ein in der Freizeit ausgeübtes Ehrenamt ist. Daher sollte der Spaß bei uns allerhöchste Priorität haben.

Neben den klassischen Vorstandssitzungen, die grundsätzlich einmal im Monat stattfinden sollen, wird es zusätzlich einmal im Quartal sowie nach Bedarf Landesbeiratssitzungen geben, um zeitnah mit der Breite des Verbandes aktuelle Themen zu erörtern und einen regelmäßigen Austausch zu ermöglichen. Diese Beiratssitzungen sollen nach Möglichkeit an wechselnden Orten stattfinden, damit jedes Mitglied während der Amtsperiode die Chance erhält, an unseren Treffen teilnehmen zu können. Der direkte Austausch mit unseren Mitgliedern liegt uns am Herzen, denn nur durch regelmäßigen Kontakt untereinander können wir unsere Arbeit stetig verbessern.

Der Landesvorstand ist Ansprechpartner für die Kreisverbände. Dies bedeutet für uns, dass die Mitglieder des Landesvorstands vor Ort Präsenz zeigen und auch jederzeit für Berichte etc. für ihre eigenen Kreisverbände zur Verfügung stehen. Wir verstehen uns als Dienstleister*innen für die Basis und sind Anregungen und Kritik gegenüber immer aufgeschlossen. Grundsätzlich obliegt dem Landesvorstand der JEF Niedersachsen daher die Kontrolle der Zielerreichungen, die Koordination der Arbeit und Termine sowie die finanzielle und personelle Leitung. Die Umsetzung der inhaltlichen und organisatorischen Arbeit obliegt aber ausdrücklich allen Aktiven in Zusammenarbeit mit dem JEF-Vorstand.

Um die Übergabe der Vorstandsarbeit allgemein zu erleichtern, wurden die Kandidierenden für den neuen Landesvorstand bereits zur letzten Vorstandssitzung der aktuellen Amtsperiode eingeladen. Durch dieses Reinschnuppern wollten wir einen reibungslosen Übergang gewährleisten. Die alten Vorstandsmitglieder bemühen sich aber auch nach der Landesmitgliedersammlung darum, die neuen Mitglieder in ihre jeweiligen Bereiche einzuarbeiten.

a. Budgethoheit/Finanzen
Aufgrund unseres Wachstums in den letzten Jahren- Niedersachsen gehört zu einem der wachstumsstärksten Verbände der JEF Deutschland – ist es uns ermöglicht worden, auf ein immer größeres Reservoir finanzieller Zuwendungen seitens der EUD zugreifen zu können. Durch die effiziente Mittelnutzung von Fördergeldern der EUD für unser Grundlagenseminar im September sowie Fördergeldern seitens der EU für die Durchführung der Hochschuldialoge war es uns möglich, großartige Veranstaltungen durchzuführen. Allerdings kamen viele Gelder von außerhalb und waren projektbezogen. Die Praxis, Fördergelder nur noch projektbezogen zu vergeben, stellt uns hier in Niedersachsen vor eine sehr schwierige Situation. Durch die nun erfolgte Eintragung ins Vereinsregister und die geplante Gemeinnützigkeit ist es uns bald immerhin möglich, Spendenbescheide auszustellen. Bis es soweit ist, bleiben wir finanziell jedoch eng an die Zuwendungen der EUD gebunden. Aufgrund des Beitragsabführsystems der EUD Niedersachsen entwickelt sich für diese ein immer größeres finanzielles Problem, da das komplizierte System, welches die JEF Niedersachsen in schwachen Zeiten zu stützen gedachte, die EUD nun finanziell langsam auszutrocknen droht. Im Kern geht es um die Problematik, dass die EUD an den Bundesverband Beiträge für jedes JEF Mitglied abführen muss, allerdings uns zugleich pro Mitglied eine Zuweisung in einer Höhe zuwendet, welche für die EUD ein immer größeres Minusgeschäft wird. Dies bedeutet für uns, dass, je nachdem welche Schritte seitens der EUD Niedersachsen unternommen werden, unsere finanziellen Freiräume weiter eingeengt werden können.

Insgesamt ändert sich an der Handhabe der Finanzen weiterhin nichts: jeder Kreisverband der JEF Niedersachsen ist dem Landesverband finanziell untergliedert und besitzt keine eigene Kasse, entstandene Kosten werden weiterhin, wie gewohnt, über den Schatzmeister per Erstattungsantrag abgerechnet.

Erstattet werden veranstaltungsbezogene Ausgaben, welche den Sinn verfolgen:

  • Teilnehmende mit kleineren Speisen und Getränken angemessen, aber nicht zwangsweise sättigend, zu versorgen.
  • die Veranstaltung im Rahmen des Austragungsortes effizient und flächendeckend zu bewerben. Hierzu gehören Flyer, Plakate, Facebook-Werbung u.Ä.
  • für Referierende entstandene Kosten, wie Zugtickets, auszugleichen.
  • für Referierende kleine Aufmerksamkeiten als Ausgleich für ein nicht erhobenes Honorar oder einen vergünstigten Preis zur Verfügung zu stellen.
  • eventuelle Reisekosten von Mitgliedern der JEF zu decken, welche im Rahmen von landesverbandsspezifischen Aktivitäten Tickets erwerben mussten (ICE und IC werden nur nach einer gesonderten Genehmigung erstattet).
  • Werbematerial für Infostände, Infoabende o.Ä. in Auftrag zu geben oder selbst zu produzieren.
  • Verwaltungskosten des Landesvorstandes zu decken.

Alkoholische Getränke werden weiterhin nicht erstattet, sofern sie nicht klar als Geschenke für Referierende (z.B. eine Flasche Wein) gekennzeichnet worden sind.

Die Erstattung von Ausgaben erfolgt über die Beantragung durch einen sogenannten Erstattungsantrag, welcher dem Schatzmeister zugestellt wird. Diese Zustellung kann entweder per Mail oder per Post erfolgen. Ein Antrag setzt sich aus den Belegen für die getätigten Ausgaben und den Erstattungsantrag selbst zusammen. Ohne ausgefüllten Erstattungsantrag, in welchem Name, Zweck der Ausgabe sowie Kontodaten vermerkt werden müssen, findet keine Erstattung statt. Im Falle von Erstattungsgesuchen für Ausgaben, welche nicht der Zweckmäßigkeit unseres Vereins gemäß Satzung entsprechen, kann und wird die Erstattung abgelehnt werden. Es empfiehlt sich, mit Absenden des Antrags und der Belege einen kurzen Bericht anzufügen, in welchem Rahmen die Ausgaben entstanden sind, um so ein direktes Bild über den Ursprung der Ausgaben zu vermitteln.

Kleinere Ausgaben können ohne Rücksprache direkt eingereicht werden. Ist die zu beantragende Summe höher als 50,00 Euro, so wird im Vornherein um eine kurze Absprache mit einem Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes gebeten.

Aufgrund der o. g. finanziellen Herausforderungen und Unwägbarkeiten unseres zukünftig zur Verfügung stehenden Budgets, sind wir bemüht Optimierungspotenziale, sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Kostenseite, auszuschöpfen. Bei eventuellen Kostenreduzierungen achten wir insbesondere darauf, dass sie unsere Veranstaltungen und Tätigkeiten nicht wesentlich einschränken. Derartige Einsparpotenziale könnten sich beispielsweise bei unserer Kontoführung ergeben. Insbesondere im Falle einer bestätigten Gemeinnützigkeit in Verbindung mit unserer Eintragung ins Vereinsregister könnten wir deutlich günstigere Kontomodelle nutzen. Hieraus freiwerdende Mittel könnten in der Folge für weitere Veranstaltungen genutzt werden. Darüber hinaus streben wir eine Steigerung und Diversifikation unserer Einkünfte an. Aktuell finanzieren wir uns hauptsächlich über Zuwendungen der EUD. Zukünftig erhoffen wir uns die Erschließung zusätzlicher Ertragsquellen, insbesondere aus Spenden und Fundraising. Hierzu kann die o. g. Möglichkeit des Ausstellen von Spendenbescheiden eine wesentliche Hilfestellung bieten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir bemüht sind unsere Einkommensbasis zu vergrößern und einen noch größeren Anteil der Mittel veranstaltungsbezogen einsetzten zu können.

b. Klausurtagung
Die konkrete Ausgestaltung der Vorstandsarbeit kann an dieser Stelle leider nicht vollumfänglich dargestellt werden, da es dafür unter anderem auch engen Abstimmungen innerhalb des neuzuwählenden Landesvorstandes bedarf. In diesem Sinne wird alles Weitere bei der stattzufindenden Klausurtagung des Vorstandes unmittelbar nach der Landesmitgliederversammlung entschieden. Eine Teilnahme an der Klausurtagung ist daher für jedes Vorstandsmitglied obligatorisch.

5. Kommunikation und Organisation

a. Kommunikation
Die JEF sind ein föderal organisierter Verband. Gerade deswegen müssen wir eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen unseren Kreisverbänden in Niedersachsen dem Bundes- sowie Europaverband einfordern. Denn nur durch eine gute – auf Austausch basierte – Zusammenarbeit können alle gemeinsam profitieren. An dieser Stelle möchten wir die konkrete Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Ebenen beschreiben, vor allem wollen wir aber die Kommunikation in unserer eigenen Gruppe darstellen. In Zukunft muss es Ziel sein, die Kommunikation nach innen und außen schneller und regelmäßiger zu gestalten. Dafür sollten Mitglieder des Landesvorstands sich nur noch einem kleinen Aufgabenkreis widmen. Eine Aufteilung der Arbeit auf verschiedenen Schultern wird uns helfen, besseren, regelmäßigeren Content für unsere Mitglieder und die Öffentlichkeit zu generieren.

1) Öffentlichkeitsarbeit
Ein zentraler Punkt der politischen Arbeit des Landesverbandes wird weiterhin die Öffentlichkeitsarbeit sein. Es reicht eben nicht aus, bloß gute Arbeit zu leisten und die richtigen Themen zu besetzen. Vielmehr muss dieses auch nach außen sichtbar werden und in die landesweite Debatte zu europapolitischen Themen einfließen. Als pro-europäische Jugendorganisation sind wir auf öffentliche Rezeption besonders angewiesen. Unsere Arbeit ist kein Selbstzweck!

Öffentlichkeitsarbeit meinen wir hierbei nicht ausschließlich im klassischen Sinne. Natürlich werden wir weiterhin Pressemitteilungen zu aktuellen politischen Debatten und Veranstaltungen auf Landesebene und darüber hinaus herausgeben. Hierzu hat der Landesvorstand bereits ein praktikables und effektives Verfahren erarbeiten können, um möglichst zeitnah und zielgerichtet auf Themen zu reagieren sowie die Möglichkeit zu haben, eigene Themen auf Landesebene zu setzen.

Dabei wollen wir verstärkt unsere Social Media Arbeit etablieren und stärken. Uns ist bewusst, dass wir junge Menschen am besten über digitale Plattformen erreichen können. Zwar führt die JEF Niedersachsen viele tolle und spannende Veranstaltungen im Jahr durch, allerdings werden diese medial kaum beworben oder ein Rückblick auf die Arbeit des Landesvorstands ermöglicht. Wir freuen uns zwar, dass unsere Kreisverbände Veranstaltungen wie die EU-Hochschuldialoge über ihre Plattformen zeigen, jedoch sollte dies auch auf Landesebene stattfinden. Besonders ins Auge gefasst werden sollten dabei Instagram und Facebook, mit dessen Hilfe unsere Positionen und Veranstaltungen aktuell, einfach und ansprechend verbreitet werden können. Diese Plattformen müssen dabei regelmäßig bespielt werden, um vom Algorithmus erfasst zu werden. Zu beachten sind dabei auch die verschiedenen Funktionen der Plattformen. Wir möchten daher ein Social Media Team etablieren, das Beiträge gezielt plant und vorbereitet und vor allem den Instagram- und Facebook-Auftritt pflegt. Auch sollte über eine Social-Media-Vernetzung mit anderen JEF Landesvorständen nachgedacht werden. So können bspw. Kampagnen wie #EuropaMachen besser und effektiver verbreitet werden.

Auch unsere Website soll weiterentwickelt und insbesondere inhaltsreicher gemacht werden, um einen ordentlichen Internet-Auftritt als erste Anlaufstelle für Interessierte gewährleisten zu können. In der letzten Zeit wurde kritisiert, dass der Vorstand der JEF Niedersachsen zu anonym auftritt und für die Kreisverbände nicht greifbar ist. Nach der neuen Vorstandswahl möchten wir deshalb einen „Vorstandstag“ etablieren, an dem auf den Social Media Plattformen jeweils ein Mitglied des Vorstands vorgestellt wird. In diesem Zusammenhang möchten wir ebenfalls ein JEF Brand Kit entwickeln. Dieses sollte vor allem einen einheitlichen Briefkopf, Design sowie Farben und Schriftgrößen festlegen, welche in allen Beiträgen der JEF Niedersachsen sowie in Beiträgen der Kreisverbände verwendet werden (können). So wird ein gemeinsames und einheitliches Erscheinungsbild gefördert. Ziel dessen ist es, eine Corporate Identity der ganzen JEF in Niedersachsen zu schaffen und so den Wiedererkennungswert zu steigern. Dabei ist es uns jedoch wichtig, den einzelnen Kreisverbänden genügend Raum zu lassen, um ihre eigenen Ideen zu verwirklichen.

Als JEF Niedersachsen wollen wir für unsere Mitglieder sichtbar sein. Daher werden wir uns zeitnah und angelehnt an unsere Kampagnen um spezifisches Merchandise kümmern. Die Materialien sollen von den Kreisverbänden auch zur Gewinnung von Neumitgliedern genutzt werden können.

2) Innerverbandliche Kommunikation
Unsere Kommunikation innerhalb des Verbandes könnte ehrlicherweise besser laufen. Wir wollen uns im kommenden Vorstandsjahr kritisch die Fragen stellen, über welches Medium wir es schaffen, unsere Mitglieder auf dem neuesten Stand zu halten und mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Mit dem neugeschaffenen Landesbeirat haben wir einen ersten Versuch unternommen, die Ebenen miteinander zu vernetzen und für einen besseren Informationsaustausch zu sorgen. Uns ist jedoch bewusst, dass das nur ein erster Schritt sein kann und wir auch über die Kreisverbände hinaus unsere Mitglieder in der niedersächsischen Peripherie erreichen wollen. Dafür soll ein Newsletter eingerichtet werden, der die Arbeit des Landesvorstands transparent macht, einen kleinen Einblick in die aktuelle Arbeit der Kreisverbände gibt sowie gleichzeitig zu aktuellen Terminen einladen soll. Dieser Newsletter soll regelmäßig an alle Mitglieder und Aktive des Landesverbandes per E-Mail verschickt werden. Es sollen darin die vielfältigen Partizipationsmöglichkeiten und Angebote innerhalb der JEF Niedersachsen aufgezeigt werden.

Wir wünschen uns für das kommende Amtsjahr eine noch bessere Vernetzung unserer Kreisverbände. Dazu gehören unter anderem mehr gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen sowie gegenseitige Einladungen verschiedener Kreisverbände zu Treffen und anderen Events (Sommerfeste, Podiumsdiskussionen etc.). Die gemeinsame Kommunikation soll über den Landesbeirat intensiviert und verstärkt an die Mitglieder in den Kreisverbänden weitergetragen werden. Um die Organisation in den Kreisverbänden zu unterstützen, möchten wir als Landesvorstand darüber nachdenken, Webinare zu verschiedenen Themen und Tätigkeiten im Rahmen der Verbandsarbeit anzubieten. Diese Webinar-Reihe steht allen interessierten Mitgliedern offen und soll dazu beitragen, die Vorstandsarbeit auf Kreisebene noch effizienter und attraktiver zu gestalten. So sollen Hürden abgebaut werden, sich aktiv in den Kreisvorständen und darüber hinaus einzubringen.

Wir möchten mehr JEF-Mitglieder aus Niedersachsen über die Aktivitäten der Bundes- und Europaebene informieren und dafür werben sich zu beteiligen, weil wir eine Diversifizierung der Teilnehmenden aus Niedersachsen bei Seminaren, Reisen, Aktionen und anderen Projekten der Bundes- und Europaebene anstreben. Wir möchten den innerverbandlichen Austausch mit anderen JEF-Sektionen ausbauen, um das Netzwerk innerhalb der JEF zu stärken und auch für unsere eigene politische Arbeit zu nutzen. Wir möchten insbesondere mehr JEFMitgliedern aus Niedersachsen die Möglichkeiten und Vorteile aufzeigen, die die Beteiligung in einem europaweit vernetzten Verband mit sich bringt.

b. Organisation
Darüber hinaus möchten wir auf die Organisation und Struktur unserer Arbeit eingehen und diese präsentieren.

Die Arbeit der JEF Niedersachsen wird von ihrem Vorstand organisatorisch koordiniert und von allen Aktiven getragen. Der Vorstand trifft sich regelmäßig z.B. über Skype zu Vorstandssitzungen und darüber hinaus zu regelmäßigen Beiratssitzungen. Dabei wird die vorgeschlagene Agenda für die JEF Niedersachsen koordiniert und transparent Schritt für Schritt umgesetzt. Die Mitglieder der JEF Niedersachsen sollen wie bereits beschrieben über die Arbeit des Vorstandes ausführlich informiert werden.

Als Junge Europäische Föderalist*innen legen wir großen Wert darauf, in allen Gremien der JEF und EUD vertreten sein zu wollen. Dazu müssen wir auch Personalpolitik auf allen Ebenen betreiben.

1) Bundesebene

Unsere Rolle im Verband
In einem so großen und europaweiten Verband wie den Jungen Europäischen Föderalist*innen können wir unsere richtigen Positionen nicht alleine durchsetzen. Wir werden deshalb weiterhin mit den Verbänden zusammenarbeiten, die ähnliche Auffassungen zu Politik und Theorie haben wie wir. Das bedeutet auch, dass wir nicht einfache Beobachter*innen sein wollen, sondern uns aktiv, sowohl inhaltlich als auch personell, in die Meinungsbildung einmischen wollen.

Begleitung Bundesvorstand
Seit dem Bundeskongress 2018 sind die JEF Niedersachsen mit Laura Wanner im JEF-Bundesvorstand vertreten. Die Arbeit des JEF-Bundesvorstands werden wir so noch aktiver begleiten können und weiterhin innerhalb der Verbandsarbeit auf Bundesebene eine tragende Rolle übernehmen. Für uns ist es wichtig, die aktuellen Kampagnen des Bundesvorstands zu hinterfragen und an unsere lokalen Gegebenheiten anzupassen. Wir wollen im Landesverband als Multiplikator*innen die Arbeit es Bundesverbandes weitertragen.

2) Europaebene
In diesem Jahr wählen wir wieder eine*n Delegierte*n für den Europakongress der JEF Europe. Dieser Kongress wird in diesem Jahr in Paris stattfinden und bietet wieder die zentrale Chance, sich als JEF Niedersachsen aktiv in die Arbeit auf Europaebene inhaltliche und personell einzubringen. Aktuell werden wir durch Thevagar Mohanadhasan im Federal Committee vertreten und können so die Geschicke der JEF auf Europaebene mitbestimmen. Unser Anspruch ist es auch über den kommenden Europakongress in Paris hinaus bei den JEF Europe mitzuwirken und daher wollen wir die entsprechenden Weichen in enger Abstimmung mit Thevagar dafür stellen.

3) Landesebene
Zentral für unsere Arbeit ist die Landesmitgliederversammlung der JEF Niedersachsen. Die LMV ist das höchste beschlussfassende Gremium unseres eigenen Verbandes. Diese wird einmal im Jahr tagen, wozu alle Mitglieder der JEF Niedersachsen eingeladen werden und dabei diskussions- und stimmberechtigt sind. Die Jahreshauptversammlung beschließt die Ausrichtung der JEF Niedersachsen für das jeweils kommende Amtsjahr, formuliert eine Agenda, die die Ziele der JEF Niedersachsen beinhaltet und beschließt programmatische Anträge. Dazu wird über die Beteiligung an der Bundes- sowie Europaebene der JEF und den verschiedenen Ebenen der EUD diskutiert. Insbesondere jedoch die Beteiligung bei der EUD Niedersachsen. Zusätzlich reflektieren wir das vergangene Jahr im Rahmen des obligatorischen Rechenschaftsberichtes. Ferner wählt die Jahreshauptversammlung Delegierte für den JEF Bundesausschuss und -kongress, der Landesversammlung der EUD Niedersachsen und der europäischen Bewegung. Zentral für uns ist jedoch die Wahl des Vorstandes der JED Niedersachsen. Die Landesmitgliederversammlung der JEF Niedersachsen ist somit der Dreh- und Angelpunkt für die Organisation der Arbeit für die JEF Niedersachsen und bietet jedem Mitglied die Möglichkeit, sich in die JEF Niedersachsen einzubringen.

Landesbeirat
Mit dem Landesbeirat wurde in der neuen Satzung der JEF Niedersachsen ein Gremium geschaffen, was die JEF demokratischer und transparenter machen soll. Der Landesbeirat ist das höchste beschlussfassende Gremium auf Landesebene zwischen den Landesmitgliederversammlungen. Es ist deshalb besonders wichtig, dass der Beirat eine starke Stellung bei den JEF Niedersachsen hat. Es soll weiterhin gewährleistet sein, dass eine enge Anbindung der*des Beiratsvorsitzenden an dem Landesvorstand besteht, um die Kommunikation zwischen Beiratsleitung und Vorstand erfolgreich fortzusetzen und ggf. zu optimieren.

Insbesondere dient er jedoch dem Austausch zwischen den verschiedenen Kreisverbänden und dem Landesvorstand. Die Sitzungen finden mindestens einmal im Quartal statt und sind offen für alle Mitglieder, die sich auf diese Weise zusätzlich zur Landesmitgliederversammlung auf Landesebene einbringen und partizipieren wollen. Um die Teilnahme an den Sitzungen möglichst allen Mitgliedern ermöglichen zu können, werden die Sitzungen, wenn möglich, in den verschiedenen Städten der Kreisverbände stattfinden. Jede Sitzung soll durch einen thematischen Workshop oder einen Vortrag aufgewertet werden. Hierfür werden sowohl JEFInterne als auch JEF-Externe, wie beispielsweise Mitglieder der Parteijugenden oder anderer Jugendverbände, als „Experten“ eingeladen, um „Best-Practice“ Konzepte zu entwickeln, die infolgedessen in die Kreisverbände getragen und dort umgesetzt werden können. Um die Vernetzung zwischen den Kreisverbänden nachhaltiger zu gestalten, soll zusätzlich versucht werden, Teambuilding sowie gesellige Aktionen, wie beispielsweise ein gemeinsames Picknick, zu planen. Die Liebe unserer Kreisverbände ist uns wichtig.

Zudem soll auf Landesebene ein Jahresausflug geplant werden, der eine weitere Vernetzung auf informeller Ebene zwischen den Mitgliedern der einzelnen Kreisverbände zum Ziel hat. Die Ausflugsziele sollten in Niedersachsen oder den angrenzenden Städten liegen, sodass die meisten Mitglieder mit dem Semesterticket anreisen und die Kosten so gering gehalten werden können wie möglich.

4) Sonstiges
Um Neumitgliedern den Einstieg in die Verbandsarbeit zu erleichtern und die vielen Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der JEF aufzuzeigen, wird der neu zu wählende Landesvorstand gemeinsam einen „JEF-Einsteiger*innen-Leitfaden“ erarbeiten.

Expert*innen- und Referent*innenpool schaffen
Um die Arbeit für zukünftige Landesvorstände zu erleichtern soll eine Datenbank inklusive Kontaktdaten zu Referent*innen, Funktionsträger*innen, Multiplikator*innen, Bündnispartnern etc. erstellt werden. Diese Datenbank soll ermöglichen, zu bestimmten Themen auf einen Pool von Daten zu Expert*innen zurückgreifen zu können, so dass nicht jeder neue Landesvorstand zwangsweise vor der Hürde der Kontaktaufnahme oder Referent*innensuche steht. Eine solche Datenbank kann nicht nur die Arbeit des Landesvorstands maßgeblich erleichtern, sie sollte auch den Kreisverbänden zugänglich sein, die sie gegebenenfalls auch um eigene Kontakte erweitern können.

6. Bildungsarbeit

Die Zukunftsfähigkeit des Verbandes richtet sich maßgeblich nach der innververbandlichen Bildungsarbeit. Dabei ist es unbedingte Aufgabe, Wissenshierarchien abzubauen, um möglichst vielen Mitgliedern die Chance zu geben, durch das nötige Rüstzeug auf Augenhöhe mit Funktionsträger*innen diskutieren zu können. Um das zu erreichen, wollen wir auf der einen Seite auf das bestehende Seminarangebot der JEF Europa, der JEF Deutschland und anderen JEF-Sektionen in Deutschland wie beispielsweise der Nordlichter-Verbünde – zu denen die JEF-Niedersachen auch zählen – zurückgreifen. Unsere Mitglieder sollen über jegliche Möglichkeiten zur Teilnahme an Seminaren, Workshops und/oder Exkursionen möglichst frühzeitig Bescheid bekommen. Dabei können und sollen auch Angebote außerhalb der JEF genutzt werden. Die großen Netzwerke unserer Mitglieder sollen durch Austausch allen Mitgliedern zur Verfügung stehen.

Auf der anderen Seiten möchten wir als JEF-Niedersachsen aber auch als Impulsgeber dienlich sein und wissenserweiternde Veranstaltungen anbieten. Wir begreifen uns als Gruppe, die einen Bildungsauftrag sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Vereins innehat. In der Vergangenheit konnten wir diesem Anspruch durch inhaltlich vielfältige Veranstaltungen bereits gerecht werden. Auch zukünftig möchten wir sowohl interne als auch externe Angebote zur Wissensmehrung anbieten und diese – wenn möglich – ausweiten. Neuen Mitgliedern sollen nach Bedarf und Wunsch Grundlagenseminare zur Arbeit der JEF, unserer Vorstellung von der Zukunft der Europäischen Union, dem europäischen Föderalismus und unserer politischen Ausrichtung zur Verfügung gestellt werden.

Jedoch bedeutet Bildungsarbeit für uns nicht nur oben Genanntes, sondern auch das Weitertragen europapolitischer Angelegenheiten in unsere Gesellschaft. Deshalb möchten wir mit unseren Anliegen auch an die Öffentlichkeit gehen. Wir wollen Seminare an hiesigen Schulen anbieten, mit unseren Themen auf die Straße gehen, uns gesellschaftspolitisch positionieren, Europa in die Städte bringen und uns den Europafeind*innen entgegenstellen. Zum Austausch von Ideen zur Bildungsarbeit streben wir eine stets enge Kommunikation mit anderen Landesverbänden, dem Bundesverband und der Europa-Union Deutschland an.

Im kommenden Jahr soll es daher mindestens zwei Seminare geben.

Das Grundlagenseminar
Das Grundlagenseminar gilt dem Zweck die Bildungsarbeit der JEF in Niedersachsen zu optimieren. Dieses nach Möglichkeit mehrtägige Seminar wollen wir dazu nutzen uns gemeinsam die Frage zu stellen: Wer sind wir und wofür stehen wir? Was bedeuten unsere im Selbstverständnis genannten Grundwerte? Darüber hinaus wollen wir unsere Rolle als JEF innerhalb der pro-europäischen Bewegung beleuchten. Zudem sollen Workshops angeboten werden, in denen die Grundlagen der politischen Arbeit und Funktionsweise der EU vermittelt sowie methodische Fertigkeiten erlernt werden können.

Das Bildungsseminar
Das erfolgreiche Konzept unseres alljährlichen Bildungsseminar resultiert aus dem Wunsch vieler JEFer*innen, die inhaltliche Bildungsarbeit zu intensivieren. Dieses Bildungsseminar wollen wir dazu nutzen, die inhaltlichen Schwerpunkte des jeweiligen Vorstandsjahres zu vertiefen und Debatten zu führen, aus denen inhaltlich fundierte Anträge zur nächsten Landesmitgliederversammlung entstehen können. Wir möchten das alle JEFer*innen die Möglichkeit haben, die aktuelle Debattenlage des Landes- sowie Bundesverbandes aufzunehmen und aktiv mit zu gestalten. Dahingehend soll das Bildungsseminar auch dazu genutzt werden, den aktuellen europapolitischen Diskurs wiederzugeben, indem ein bestimmtes Thema vertieft erarbeitet wird.

Gemeinsames Seminar mit der Europa-Union
Die Kooperation mit der Europa Union bei Seminaren muss neu gedacht und konzipiert werden, damit wir dann wieder erfolgreich gemeinsame Seminare durchführen können. Es müssen Formate gefunden werden, die sowohl junge als auch ältere Gruppen ansprechen. Für eine Neuauflage des gemeinsamen Seminars mit der Europa-Union ist eine Kooperation mit der VHS in Oldenburg für das Jahr 2020 in Aussicht gestellt worden. Dieses Angebot wollen wir im Vorstand kritisch prüfen und bei Bedarf an der Umsetzung dessen mitwirken.

Bildungsfahrten
Außerdem wollen wir auch einzelne Bildungsausflüge im Rahmen des Möglichen planen. Bspw.: Besuch von NS-Gedenkstätten, Besuch von innerdeutschen Grenzgedenkstätten. Diese Bildungsausflüge sollen auch eine Grundlage für eine Gedenkstättenfahrt im Frühjahr 2020 bilden. Hier wollen wir mit einer Gruppe der JEF die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und Krakau besuchen. Ziel dieser Bildungsreise wird es sein, aus dem Grauen von Auschwitz- Birkenau und der NS-Zeit Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen. Des Weiteren wollen wir in Krakau auch mit jungen Aktivist*innen zusammenkommen und so einen Einblick in das Leben junger Europäer*innen im heutigen Polen bekommen.

Europe@School
Wir möchten auf Schulen zugehen und als Akteur im Bereich der Europabildung sichtbar sein. Die EUD hat flächendeckend bereits gute Kontakte zu Lehrenden. Der Auftrag der JEF ist es nun durch Europe-at-School-Projekte das Programm für die Schüler*innen jünger, interaktiver und insgesamt erlebnisreicher zu gestalten. Wir möchte auch auf unserer Website und ggf. auch bei Infoständen und Einstiegsabenden öffentlichkeitswirksam auf Europe-at- School hinweisen. Nicht nur für Schulen, sondern auch für Neumitglieder ist Europe at School eine interessante Möglichkeit, die JEF kennenzulernen. Angedacht ist deshalb mindestens eine jährliche Teamer*innen-Schulung, um die interessierten JEFer*innen gut vorbereitet in die Klassen zu schicken und nachhaltig dafür zu sorgen, dass in den Kreisverbänden junge europabegeisterte Menschen eigenverantwortlich qualitativ hochwertige und für die Schüler*innen insbesondere lehrreiche sowie spannende Unterrichtskonzepte entwickeln.

Europe@School-Projekte und die Vernetzung mit den Schulen in Niedersachsen sowie weiteren bildungspolitischen Institutionen soll in der LAG Europe-at-School koordiniert werden. Alle interessierten Teilnehmer*innen einer Teamer*innen-Schulung sind Teil der LAG. Diese LAG soll auch Workshops in anderen Kontexten, z.B. bei Vorbereitungswochenenden für Bundesfreiwilligendienstleistende und FSJler*innen, anbieten.

7. Bündnisarbeit und Vernetzung

Im kommenden Jahr wollen wir uns ebenfalls über unsere eigenen Verbandsstrukturen hinaus weiter öffnen und die Kommunikation mit anderen partei- und gesellschaftspolitischen Organisationen suchen. Hinzu kommt, dass man innerhalb von Bündnissen sowie in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Inhalte und Positionen besser vertreten und durchsetzen kann. Unter diesem Aspekt wird die politische Relevanz unserer Bündnisarbeit deutlich. Aus diesem Grund soll unter diesem Punkt dargestellt werden, in welchen Bündnissen wir uns bewegen möchten und welche inhaltlichen Ziele wir mit welchen Bündnispartner*innen oder Partner*innenorganisationen angehen und verwirklichen wollen.

DGB Jugend
Die Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbundes setzt sich für faire Arbeits- und Lebensbedingungen (faire Löhne etc.) ein. Auf Veranstaltungen, Seminaren und Gremien werden junge Arbeiter*innen und Auszubildende vernetzt. Die Kooperation mit der DGB Jugend Niedersachsen ermöglicht der JEF den Kontakt mit jungen Menschen aus nicht-akademischen Bereichen. Zum Einen ist es unser Ziel, dass Menschen aus allen Lebensbereichen an europäischen Projekten wie Erasmus teilnehmen und zum Anderen möchten wir mit der politischen Bildungsarbeit über die Universitäten hinaus wirken und auch nicht-Akademiker*innen für die JEF begeistern.

Teil der Zusammenarbeit ist eine von der DGB Jugend geplante Berufsschultour im September 2019, an der die JEF eingeladen wurde teilzunehmen. Dort gibt es die Möglichkeit zielgerichtete Bildungsarbeit zu Auslandsaufenthalten im Rahmen von Erasmus+ zu leisten und ggf. neue Mitglieder anzuwerben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit auf eine längerfristige Zusammenarbeit im Rahmen von Veranstaltungen. Die DGB Jugend Niedersachsen lud die JEF bspw. zu europapolitischen Veranstaltungen im Zuge der Europawahl ein. Die Zusammenarbeit war bisher angenehm und vielversprechend.

Landes Jugend Ring (LJR)
Bei der Zusammenarbeit mit dem LJR steht die Vernetzung mit anderen Jugendorganisationen im Vordergrund. Darüber hinaus bietet der LJR Ressourcen wie Beratung oder verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten wie etwa Generation³. Der LJR äußerte sich zuletzt positiv über eine Aufnahme der JEF, eine verstärkte Jugendarbeit und mehr Ortsgruppen wären im Rahmen dessen allerdings wünschenswert. Die nächste Vollversammlung des LJR findet am 01.03.2020 statt, sodass der Aufnahmeantrag im Dezember gestellte werden muss. Eine Zusammenarbeit und die Nutzung der Beratung oder der Ausschreibungen ist auch jetzt schon möglich.

Landesschüler*innenrat (LSR)
Die Zusammenarbeit mit dem Landesschüler*innenrat wäre sinnvoll, um auch Schüler*innen bereits mit europapolitischen Themen zu erreichen. Darüber hinaus wäre eine stärkere Ausweitung der Mitgliederstrukturen auf Schüler*innen wünschenswert. Die Zusammenarbeit gestaltete sich bisher allerdings schwierig bis gar nicht.

Erasmus+ und International Office
Erasmus+ bietet Studierenden und Auszubildenden die Möglichkeit, einen Teil ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in einem anderen europäischen Land zu verbringen. Dem International Office obliegt die Aufgabe, dieses Programm organisatorisch zu begleiten und als Ansprechpartner für alle den Austausch betreffende Belange zu fungieren. Wir möchten bei der Integration der ankommenden Austauschstudierenden helfen und dadurch den europäischen und internationalen Austausch in Europa fördern. Außerdem sollen die JEF und ihre Prinzipien durch die Austauschstudierenden an die jeweiligen Partneruniversitäten getragen werden. Wir möchten, dass Erasmus+ Studierenden und Auszubildende Europa besser kennenlernen können und ihnen die Chance bieten, sich aktiv für europäische Werte einzusetzen und Europa mitzugestalten.

European Student Festival
Viele Universitäten veranstalten für ihre Austauschstudierenden ein Europe Student Festival. Dadurch soll der europäische und kulturelle Dialog unter den Studierenden weiter gefördert werden. Wir als JEF Niedersachsen wollen deswegen an diesen Veranstaltungen mitwirken, um die Begegnung von europäischen Studierenden weiter voranzubringen und zu unterstützen.

Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung
Wir freuen uns, dass das Land Niedersachsen seit 2017 wieder eine Landeszentrale für politische Bildung eingerichtet hat. Da wir als JEF Niedersachsen uns stärker auch im Bereich Bildung engagieren wollen und bereits einige Konzepte dazu entwickelt haben, möchten wir auch die Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung stärken und mit ihr gemeinsam an Bildungskonzepten für Europa arbeiten.

Zusammenarbeit mit den ASten
Wir als JEF Niedersachsen wollen unsere Arbeit an den Universitäten stetig ausbauen. Deshalb ist es für uns wichtig, dass wir auch mit anderen Organisationen der Universität zusammenarbeiten. Vor allem die Zusammenarbeit mit den ASten der Universitäten möchten wir deshalb weiter stärken und vertiefen, um beispielsweise im Bereich der Veranstaltungswerbung enger zusammen arbeiten zu können.

Europaschulen
Die Europaschulen sind wichtige Institutionen, um Europa für junge Menschen greifbarer zu machen und das Europagefühl im Alltag zu leben. In Niedersachsen ist durch den Ehrenvorsitzenden der EUD Niedersachsen, Wolfgang Zapfe, das Netzwerk der Europaschulen in Niedersachsen ins Leben gerufen worden. Auch deshalb möchten wir uns als JEF Niedersachsen in dieses Netzwerk einbringen und mit den Europaschulen eine Kooperation aufbauen. Zusammen wollen wir Europa gestalten und uns für gemeinsame Interessen in Europa stark machen.

Parteijugendorganisationen
Wir als überparteilicher aber eben auch politischer Verband sehen es als unsere Aufgabe, mit anderen politisch interessierten Bürger*innen zu diskutieren, zusammenzuarbeiten und ein positives Bild von Europa zu vermitteln. Wichtige Ansprechpartner sind dafür natürlich insbesondere die Jugendorganisationen der Parteien. Als überparteilicher Verband arbeiten wir deshalb mit den Jugendorganisationen aller demokratischen Parteien zusammen, ohne eine Position für oder gegen eine Partei zu beziehen. Wir wollen sowohl zwischen den Jugendverbänden als auch innerhalb der Verbände Diskussionen über Europa anregen und unsere eigene Position für ein geeintes Europa in diesen Organisationen stärken. Den Mitgliedern der JEF, die teilweise zugleich Mitglieder von Parteien sind, kommt dabei eine wichtige Rolle als Vermittler*innen zwischen JEF und Parteien und damit auch zwischen Parteien und Zivilgesellschaft zu.

Um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, möchten wir die wechselseitigen Besuche von (Landes-)Kongressen, Konferenzen, Landesmitgliederversammlungen oder Seminaren, Treffen der Vorstände, Besuche von Stammtischen und vor allem gemeinsame Veranstaltungen für Europa weiter wahrnehmen. Dabei muss die Überparteilichkeit stets gewahrt bleiben.

Die Zusammenarbeit zwischen JEF und Parteijugenden soll sich nicht nur auf die Landesebene beschränken. Wichtig ist uns vor allem, dass auch auf Kreisebene die Kreisverbände der JEF und der Parteijugenden verstärkt zusammenarbeiten. Wir als Landesvorstand wollen dabei unterstützen, indem wir zum Beispiel als Kontaktvermittler fungieren. Andersherum, begrüßen wir es natürlich, wenn die in den Kreisverbänden aktiven Mitglieder ihre Kontakte zu den Parteien und deren Jugenden für unsere Arbeit im Landesvorstand zur Verfügung stellen würden.

Bei der Zusammenarbeit mit anderen politischen Akteur*innen muss es für uns selbstverständlich sein, sich auf solche zu beschränken, die die Ziele und Werte der JEF – also ein geeintes Europa auf Basis der Menschenrechte – teilen. Unsere Überparteilichkeit bedeutet gerade nicht, dass wir keine Werte haben – für die wir einstehen – oder apolitisch sind. Ganz im Gegenteil! Daher verbietet sich jegliche Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland (AfD) oder ihrer Jugendorganisation der JungenAlternative (JA). Die AfD ist eine klar anti-europäische und rechtsextreme Partei, von der wir als JEF uns in aller Deutlichkeit abgrenzen wollen und müssen. Diese sogenannte „Alternative“ steht für ein Europa konkurrierender Nationalstaaten, in dem Abschottung das wichtigste Ziel der Politik ist und Menschenrechte als nachrangig angesehen werden. Das ist das Gegenteil dessen, wofür wir uns als JEF einsetzen und was unseren Ansichten entspricht. Daher begrüßen wir als JEF Niedersachsen nochmal explizit den Unvereinbarkeitsbeschluss des Bundesverbands zur gleichzeitigen Mitgliedschaft bei der JEF und der AfD/JA. Wir werden diesen Beschluss selbstverständlich konsequent umsetzen und in unserer politischen Arbeit darauf achten, nichts zu tun, was die AfD stärken oder als „ganz normale Partei“ erscheinen lassen könnte. Daher werden wir – in Übereinstimmung mit dem Bundesverband – keine AfD/JA-Vertreter*innen zu unseren Veranstaltungen einladen und nicht an AfD/JA-Veranstaltungen teilnehmen. Nötigenfalls werden wir gegen diese Veranstaltungen der AfD/JA demonstrieren und gegen die Feind*innen Europas auch auf die Straße gehen.

Junge Presse Niedersachsen
Die Junge Presse Niedersachsen (JPN) ist ein Zusammenschluss nichtkommerzieller und jugendeigener Medien im Land Niedersachsen, die Jugendliche zwischen 17 und 27 hinsichtlich Medien und verbundenen Themen weiterbildet. Wir als JEF Niedersachsen möchten aktiver mit diesem Verband zusammenarbeiten, um Aufmerksamkeit für europäische Themen zu schaffen und insbesondere junge Menschen anzusprechen.

EUD-Parlamentarier*innengruppe im Niedersächsischen Landtag / Europaausschuss
Im Oktober des vergangenen Jahres hat sich im niedersächsischen Landtag eine Parlamentarier*innengruppe der Europa-Union Niedersachsen gegründet. Mit den Sprecher*innen dieser Gruppe stehen wir bereits im engen Austausch und erhoffen uns so, einen noch engeren Draht zu den europapolitischen Entwicklungen im Landtag haben zu können. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sind bereits Treffen mit der Europaministerin und der Besuch einer Europaausschusssitzung mit anschließender Abgeordnetendiskussion geplant. Als JEF Niedersachsen haben wir aber auch schon vor der Gründung dieser Parlamentarier*innengruppe die Entwicklungen im Europaausschuss stets aufmerksam und kritisch verfolgt. So konnten wir bspw. parallel zum Bundeskongress der JEF Deutschland einen Antrag mit ähnlicher Stoßrichtung zur Jugendmobilität verabschieden und die Aufmerksamkeit auf unsere JEF-Beschlusslage immens steigern. Ähnliche Erfolge versprechen wir uns auch in Zukunft durch die enge Anbindung an die parlamentarische Arbeit im niedersächsischen Landtag! Zudem haben wir durch die aktive Teilnahem an einer Veranstaltung der Landtagspräsidentin zum Internationalen Weltfrauentag in der Portikushalle erfahren dürfen, dass wir als JEF Niedersachsen auf der ständigen Gästeliste für Veranstaltungen im Niedersächsischen Landtag stehen. Diese Wertschätzung für unsere politisch sichtbare Arbeit im Land Niedersachsen begrüßen wir außerordentlich.

Europaministerium
Wir freuen uns darüber, dass die Landesregierung ein Ressort für Bundes- und Europaangelegenheiten hat. Das zeigt, dass Europa in der Landesregierung als wichtiges Thema angesehen wird. Wir haben uns mittlerweile als JEF Niedersachsen ein gutes Standing bei der Europaministerin erarbeiten können, so dass sie uns persönlich für einen mehrtägigen Austausch nach Berlin in die Landesvertretung eingeladen hat. Insbesondere die Durchführung unserer Dialogsreihe im Rahmen des Bündnisses „Niedersachsen für Europa“ hat dazu beigetragen, dass wir noch mal außerordentlich auf unsere tolle Arbeit aufmerksam machen konnten. Diese Angebote und Einladungen der Europaministerin dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns weiterhin kritisch mit ihr und ihrer Arbeit auseinandersetzen wollen und müssen, da wir selbstverständlich nicht als Marketing-Abteilung des Ministeriums fungieren möchten. Wir werden die Europaministerin also weiterhin im Wege unserer politischen Arbeit begleiten und dort, wo es nötig ist, Forderungen nach einer progressiveren Europapolitik anbringen.

Politische Bündnisse
Die JEF Niedersachsen ist prinzipiell bereit sich politischen Bündnissen anzuschließen, sofern die Inhalte der Bündnisse mit den Idealen und Prinzipien der Jungen Europäischen Föderalist*innen vereinbar sind und die Überparteilichkeit gewahrt ist. Dennoch heißt überparteilich nicht gleich unpolitisch, sodass, insbesondere in Hinblick auf ein Erstarken antieuropäischer Kräfte sowohl in Deutschland als auch in anderen Mitgliedstaaten, die Organisation in politischen Bündnissen an Bedeutung gewinnt und eine Chance für die JEF darstellt. Gerade unsere Erfahrungen mit bestehenden Bündnissen wie z.B. ‚Niedersachsen für Europa‘ haben uns gezeigt, dass wir sichtbarer sind und unsere Bündnisfähigkeit anderen Organisationen gegenüber erhöhen können. Daher wollen wir auch in Zukunft wieder aktiv an politischen Bündnissen teilhaben.

8. EUD Niedersachsen voranbringen

Im letzten Jahr ist es uns gelungen bei der Europa-Union Niedersachsen ein gutes Standing zu erarbeiten. Daran wollen wir weiterhin anknüpfen. Deshalb wollen wir klären, wie sich die Beziehung zur EUD in den einzelnen Kreisverbänden gestaltet, aber auch zukünftig auf Landesebene gestalten wird. Dabei wollen wir bestehende Kontakte pflegen und dort wo Bedarf ist, aufbauen und intensivieren, da wir die EUD als unterstützenden Faktor unserer Arbeit sehen. Zudem wollen wir alle in unserem Verband ermutigen, sich verstärkt in die Vorstände der EUD Kreisverbände in Niedersachsen einzubringen und diese durch JEF-Kandidaturen weiblicher und jünger zu machen. Es gilt bei alldem stets eine kritische Loyalität zu wahren mit der Freiheit, sich von der EUD Niedersachsen in Punkten abzugrenzen, mit denen wir nicht einverstanden sind. Dies sollte aber immer im Rahmen eines respektvollen und freundschaftlichen Umgangs geschehen, der von einer funktionierenden und offenen Kommunikation geprägt ist und zeigt, dass wir trotz Meinungsverschiedenheiten zwei zusammenhängende Organisationen sind, die letztendlich das gleiche Ziel verfolgen – ein friedliches, starkes und föderales Europa. Deshalb wollen wir die Zusammenarbeit ausbauen und auch gemeinsam an Veranstaltungsformaten arbeiten.

Wir werden mit den Kreisverbänden der EUD die strategische Ausrichtung auf der Landesversammlung am Ende des Jahres besprechen, damit wir möglichst viele Kandidat*innen und unsere guten Anträge durchsetzen können. Wir wollen uns aktiv dafür einsetzen, die EUD in Niedersachsen progressiv weiter zu entwickeln. In diesem Sinne wird die Landesversammlung der EUD ein zentraler Ort für dieses Vorhaben sein. Daher möchten wir durch ein Verbandsmagazin über unsere tollen JEF-Aktivitäten berichten und den Delegierten zur Verfügung stellen, damit auch die Breite der Europa-Union von unserer sinnvollen Arbeit mitbekommt. Um die kollegiale Zusammenarbeit zwischen uns und der EUD Niedersachsen auch nach der Landesversammlung weiter auszubauen, wollen wir versuchen, ein gemeinsames Treffen beider Landesvorstände ins Leben zu rufen.

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